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Was kostet eine Gebäudereinigung? Preise pro Quadratmeter und Stunde

21. Oktober 2026 · Redaktion

Reinigungskraft in Arbeitskleidung wischt in einem Gebäude

Eine Reinigungsfirma kostet 25 bis 40 Euro pro Stunde. Nach Fläche abgerechnet liegt die regelmäßige Unterhaltsreinigung bei 1 bis 3 Euro je Quadratmeter, ein Büro bei 1,50 bis 3,50 Euro, eine einmalige Grundreinigung bei 3 bis 7 Euro. Fensterreinigung wird mit 2 bis 4 Euro je Quadratmeter Glasfläche berechnet. Angebote unter 20 Euro je Stunde sind rechnerisch nicht sauber darstellbar.

Der Grund dafür steht im Tarifvertrag: In der Gebäudereinigung gilt ein allgemeinverbindlicher Branchenmindestlohn, und der ist höher als der gesetzliche.

Preise nach Leistung

Leistungje Stundeje m²
Unterhaltsreinigung, regelmäßig25–35 €1,00–3,00 €
Büroreinigung25–40 €1,50–3,50 €
Treppenhausreinigung25–35 €1,50–3,00 €
Grundreinigung, einmalig30–45 €3,00–7,00 €
Fensterreinigung30–40 €2,00–4,00 € Glasfläche
Bauendreinigung40–60 €—
AuftragsGlück, Gebäudereinigung Kosten 2026. Angaben als Richtwerte.

Für ein Treppenhaus in einem Mehrfamilienhaus mit wöchentlicher Reinigung beginnen Verträge bei etwa 50 Euro im Monat. Nach oben hängt alles an Stockwerken, Fläche und Turnus.

Warum Dumpingangebote nicht aufgehen

Im Gebäudereinigerhandwerk gilt ein Branchenmindestlohn, der durch Verordnung für allgemeinverbindlich erklärt ist. Seit dem 1. Januar 2026 liegt er in Lohngruppe 1, der Innen- und Unterhaltsreinigung, bei 15,00 Euro je Stunde, in Lohngruppe 6, der Glas- und Fassadenreinigung, bei 18,40 Euro. Im Vorjahr waren es 14,25 beziehungsweise 17,65 Euro.

Auf diesen Lohn kommen Sozialabgaben, Urlaub, Lohnfortzahlung, Maschinen, Material, Fahrzeuge, Versicherung und Verwaltung. Ein Betrieb, der 18 Euro je Stunde anbietet, zahlt entweder nicht den Tariflohn oder meldet seine Leute nicht an. Beides fällt am Ende auf den Auftraggeber zurück, der bei Schwarzarbeit mithaftet.

Was den Preis bestimmt

  • Turnus. Täglich ist je Quadratmeter günstiger als einmal pro Woche, weil weniger Schmutz liegt.
  • Bodenbelag. Teppich, Linoleum und Naturstein brauchen unterschiedliche Verfahren.
  • Sanitärbereiche. Sie sind der aufwendigste Teil und werden oft gesondert kalkuliert.
  • Anfahrt und Lage. Innenstadt mit Parkproblemen schlägt auf den Preis durch.
  • Uhrzeit. Reinigung außerhalb der Bürozeiten kostet Zuschlag.
  • Material und Verbrauch. Seife, Papier, Müllbeutel: entweder Sie stellen sie oder die Firma rechnet sie ab.

Was in den Vertrag gehört

Ein Leistungsverzeichnis ist das Herzstück. Darin steht, was wie oft gemacht wird: Böden wischen wöchentlich, Fensterbänke feucht alle zwei Wochen, Glasflächen innen vierteljährlich. Ohne diese Liste streiten Sie später über Selbstverständlichkeiten.

Dazu gehören Laufzeit und Kündigungsfrist, Vertretungsregelung bei Krankheit, Schlüsselübergabe mit Protokoll, Haftpflichtversicherung des Betriebs und eine Ansprechperson für Beanstandungen. Lassen Sie sich die Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft und, bei größeren Aufträgen, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung zeigen.

Privathaushalt: Firma oder Minijob?

Für die Wohnung stehen zwei Wege offen. Eine Reinigungsfirma kostet mehr pro Stunde, übernimmt aber Versicherung, Vertretung und Haftung. Eine Haushaltshilfe im Minijob ist günstiger, muss aber bei der Minijob-Zentrale angemeldet werden, sonst ist es Schwarzarbeit.

Steuerlich gilt in beiden Fällen: Es handelt sich um haushaltsnahe Dienstleistungen, 20 Prozent der Kosten sind absetzbar, bei der Firma bis zu 4.000 Euro im Jahr, beim Minijob bis zu 510 Euro. Voraussetzung ist bei der Firma die Überweisung gegen Rechnung. Mehr dazu im Ratgeber Handwerkerleistungen von der Steuer absetzen.

Betriebe in Ihrer Nähe finden Sie im Verzeichnis unter Gebäudereinigung.

Häufige Fragen

Was kostet eine Reinigungskraft pro Stunde?

Über eine Firma 25 bis 40 Euro, je nach Leistung und Region. Darin stecken Lohn, Abgaben, Material, Fahrt und Versicherung. Angebote unter 20 Euro je Stunde sollten Sie hinterfragen.

Wie viel kostet Büroreinigung pro Quadratmeter?

1,50 bis 3,50 Euro bei regelmäßiger Unterhaltsreinigung. Der Preis sinkt mit der Fläche und steigt mit dem Anteil an Sanitärbereichen und Teppichböden.

Was ist der Unterschied zwischen Unterhalts- und Grundreinigung?

Die Unterhaltsreinigung ist die laufende Pflege im festen Turnus. Die Grundreinigung ist der einmalige Intensiveinsatz, etwa mit Grundierung von Böden, und kostet mit 3 bis 7 Euro je Quadratmeter entsprechend mehr.

Gilt in der Gebäudereinigung ein eigener Mindestlohn?

Ja. Seit Januar 2026 sind es 15,00 Euro je Stunde in der Innen- und Unterhaltsreinigung und 18,40 Euro in der Glas- und Fassadenreinigung. Der Branchenmindestlohn ist allgemeinverbindlich und gilt für alle Betriebe der Branche.

Kann ich die Reinigung von der Steuer absetzen?

Im Privathaushalt ja: 20 Prozent der Kosten als haushaltsnahe Dienstleistung, höchstens 4.000 Euro im Jahr bei einer Firma, 510 Euro beim angemeldeten Minijob. Für Unternehmen sind Reinigungskosten ohnehin Betriebsausgaben.

Wer haftet, wenn etwas beschädigt wird?

Der Betrieb über seine Betriebshaftpflicht. Lassen Sie sich die Police zeigen, bevor Sie Schlüssel übergeben, und halten Sie den Schlüsselbestand in einem Protokoll fest.

Quellen

Betriebe zu diesem Thema

Im Verzeichnis stehen 588 Einträge im Bereich Gebäudereinigung mit Adresse und Kontakt, soweit hinterlegt.

Gebäudereinigung in ganz Deutschland

Kategorien: Für Auftraggeber

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