Was kostet ein Garten- und Landschaftsbauer?
20. Oktober 2026 · Redaktion

Ein Landschaftsgärtner kostet 45 bis 62 Euro pro Stunde, ein Meisterbetrieb 60 bis 80 Euro, jeweils netto. Rollrasen liefern und verlegen schlägt mit 15 bis 47 Euro je Quadratmeter zu Buche, eine gepflasterte Einfahrt mit 70 bis 200 Euro je Quadratmeter, je nach Stein. Eine komplette Gartenneuanlage liegt zwischen 70 Euro je Quadratmeter für die einfache Variante und 600 Euro für die gehobene.
Die Spannen sind groß, weil fast alles vom Untergrund abhängt: Was unter der sichtbaren Oberfläche passiert, macht bei Pflaster und Terrasse den größeren Teil der Arbeit aus.
Stundensätze
| Wer arbeitet | Satz je Stunde, netto |
|---|---|
| Helfer oder Auszubildender | 30–40 € |
| Landschaftsgärtner, Geselle | 45–62 € |
| Meister | 60–80 € |
| Durchschnittlicher Verrechnungssatz | 48–65 € |
Bei Pflegearbeiten wie Heckenschnitt oder Rasenmähen rechnen die meisten Betriebe nach Stunden ab, bei Neuanlagen nach Quadratmetern oder laufenden Metern. Maschinen wie Minibagger, Rüttelplatte oder Häcksler werden gesondert berechnet, ebenso An- und Abfahrt und die Entsorgung von Aushub und Grünschnitt.
Rasen, Pflaster, Terrasse
| Leistung | Preis je m², netto |
|---|---|
| Rasenansaat, komplett | 8–20 € |
| Rollrasen liefern und verlegen | 15–47 € |
| Bodenvorbereitung | 5–20 € |
| Pflaster Betonstein, Einfahrt oder Weg | 70–160 € |
| Pflaster Klinker | 110–170 € |
| Pflaster Granit | 130–200 € |
| Terrasse im Splittbett verlegen | 80–150 € |
| Holz- oder WPC-Terrasse mit Unterkonstruktion | 90–180 € |
Der Unterschied zwischen 70 und 200 Euro beim Pflaster erklärt sich zu einem großen Teil durch den Unterbau. Eine Einfahrt, auf der ein Auto steht, braucht eine tragfähige Schottertragschicht von 30 bis 40 Zentimetern, ein Gartenweg deutlich weniger. Wer am Unterbau spart, hat nach zwei Wintern Spurrillen.
Was eine Gartenneuanlage kostet
| Ausstattung | Preis je m² |
|---|---|
| einfach: Rasen, wenige Pflanzen, schmaler Weg | 70–150 € |
| mittel: Terrasse, Beete, Bewässerung | 150–300 € |
| gehoben: Natursteinarbeiten, Teich, Beleuchtung | 300–600 € |
Für einen Garten von 200 Quadratmetern bedeutet das grob 14.000 bis 120.000 Euro. Die Spanne klingt absurd, beschreibt aber die Realität: Zwischen Rasen mit Rand und einem gestalteten Garten mit Mauern, Technik und großen Gehölzen liegen Welten.
Was im Angebot stehen sollte
- Aufbau und Stärke der Tragschichten bei Pflaster und Terrasse
- Entwässerung: Gefälle, Rinnen, Versickerung
- Abtrag und Entsorgung von Aushub, mit Menge
- Pflanzliste mit Art, Größe und Stückzahl
- Anwuchspflege: wer in den ersten Wochen gießt und nachbessert
- Zufahrt für Maschinen und Material, bei Reihenhäusern oft das Nadelöhr
Lassen Sie sich bei größeren Projekten einen Plan mit Maßen geben. Was hinter dem Stundenverrechnungssatz steckt, erklärt unser Glossar.
Bäume fällen: erst die Satzung lesen
Fast jede Gemeinde hat eine Baumschutzsatzung. Sie legt fest, ab welchem Stammumfang ein Baum geschützt ist und wann eine Fällung genehmigt werden muss. Unabhängig davon verbietet das Bundesnaturschutzgesetz das Abschneiden und Auf-den-Stock-Setzen von Bäumen, Hecken und Gebüschen in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September. Schonende Form- und Pflegeschnitte bleiben erlaubt.
Für den Betrieb heißt das: Er braucht die Genehmigung, bevor er anrückt. Für Sie heißt es: Planen Sie Fällarbeiten für das Winterhalbjahr und fragen Sie bei der Gemeinde nach, bevor Sie beauftragen.
Steuer: zwei Töpfe, zwei Grenzen
Gartenarbeiten lassen sich absetzen, und zwar je nach Art unterschiedlich:
- Handwerkerleistungen wie Pflaster, Terrasse, Zaun oder Mauer: 20 Prozent der Arbeitskosten, höchstens 1.200 Euro im Jahr.
- Haushaltsnahe Dienstleistungen wie Rasenmähen, Heckenschnitt oder Laubräumen: 20 Prozent, höchstens 4.000 Euro im Jahr.
In beiden Fällen zählen nur Arbeits-, Maschinen- und Fahrtkosten, nicht das Material, und es muss überwiesen werden. Bei einem Pflegevertrag lohnt es sich, die Posten getrennt ausweisen zu lassen.
Betriebe in Ihrer Nähe stehen im Verzeichnis unter Garten- und Landschaftsbau.
Häufige Fragen
Was kostet ein Gärtner pro Stunde?
Ein Geselle 45 bis 62 Euro netto, ein Meister 60 bis 80 Euro, Helfer 30 bis 40 Euro. Dazu kommen Mehrwertsteuer, Anfahrt und gegebenenfalls Maschinen.
Was kostet Rollrasen pro Quadratmeter?
Mit Lieferung und Verlegen 15 bis 47 Euro je Quadratmeter. Die Bodenvorbereitung schlägt mit 5 bis 20 Euro zusätzlich zu Buche, wenn sie nicht enthalten ist. Rasenansaat ist mit 8 bis 20 Euro günstiger, braucht aber eine Saison Geduld.
Was kostet eine gepflasterte Einfahrt?
Mit Betonstein 70 bis 160 Euro je Quadratmeter, mit Klinker 110 bis 170 Euro, mit Granit 130 bis 200 Euro. Entscheidend ist der Unterbau: Für eine befahrbare Fläche braucht es eine tragfähige Schottertragschicht.
Wann darf ich eine Hecke schneiden?
Radikale Rückschnitte und Rodungen sind vom 1. März bis 30. September verboten. Schonende Form- und Pflegeschnitte sind auch in dieser Zeit erlaubt, solange keine Vögel brüten. Für Bäume gilt zusätzlich die Baumschutzsatzung der Gemeinde.
Kann ich Gartenarbeiten von der Steuer absetzen?
Ja. Bauliche Arbeiten als Handwerkerleistung mit 20 Prozent der Arbeitskosten bis 1.200 Euro, Pflegearbeiten als haushaltsnahe Dienstleistung mit 20 Prozent bis 4.000 Euro. Rechnung und Überweisung sind Pflicht.
Lohnt ein Pflegevertrag?
Wenn regelmäßig gemäht, geschnitten und gedüngt werden soll, ja: Der Betrieb plant feste Termine ein und rechnet meist günstiger ab als bei Einzelaufträgen. Achten Sie auf Laufzeit, Kündigungsfrist und darauf, welche Arbeiten enthalten sind.
Quellen
Betriebe zu diesem Thema
Im Verzeichnis stehen 1.646 Einträge im Bereich Garten- und Landschaftsbau mit Adresse und Kontakt, soweit hinterlegt.
Kategorien: Für Auftraggeber
